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Infos: HIV & Aids

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HIV & Aids

Auf dieser Seite:
Das Wichtigste in Kürze
Erreger
Epidemiologie
Meldepflicht
Übertragung
Risiko
Kein Risiko
Inkubationszeit
Diagnose

Diese Informationen sind kein Ersatz für Beratungsgespräche!

HIV-Erkrankung, HIV-Krankheit; von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome / Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) spricht man, wenn bei stark geschwächtem Immunsystem sog. Aids definierende Symptome wie opportunistische Infektionen und bestimmte Tumoren auftreten.

Das Wichtigste in Kürze:
HIV ist vergleichsweise schwer übertragbar, aber im Gegensatz zu anderen sexuell über tragbaren Krankheiten ist die Infektion unheilbar.
Über tragen wird das Virus vor allem durch ungeschützten Sexualverkehr, durch Blut-Blut-Kontakte (z. B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzbesteck zum intravenösen Drogenkonsum) sowie in der Schwangerschaft, bei der Geburt und beim Stillen.
Die Infektiosität ist bei hoher Viruslast am höchsten (z. B. in der akuten Phase der HIV-Infektion oder bei ungenügender Unterdrückung der Virusvermehrung). Bei stabiler und er folgreicher Therapie (die Viruslast liegt seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze, die Medikamente werden regelmäßig eingenommen) sind Menschen mit HIV sexuell nicht infektiös.
Eine HIV-Infektion führt zu einer Schädigung des Immunsystems und ohne Behandlung in fast allen Fällen nach einigen Jahren zu Aids.
Bei rechtzeitig begonnener und konsequent fortgeführter antiretroviraler Therapie ist Aids heute eine weitgehend vermeidbare Komplikation der HIV-Infektion. Selbst wenn schon aidsdefinierende Symptome aufgetreten sind, können sich diese durch die Behandlung zurückbilden.
Eine Impfung gegen HIV wird es wahrscheinlich in absehbarer Zeit nicht geben.
Schutz vor einer Infektion bieten Safer Sex, Safer Use, eine er folgreiche antiretrovirale Therapie und eine Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP). Mutter-Kind-Übertragungen können bei umfassender medizinischer Betreuung – vor allem durch den Einsatz antiretroviraler Medikamente – und durch Stillverzicht weitgehend verhindert werden. Eine medikamentöse Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) kann das Risiko einer HIV-Infektion ebenfalls stark senken.

Erreger
Das Humane Immunschwäche-Virus (HIV) gehört zur Familie der Retroviren. Man unterscheidet die beiden Stämme HIV-1, der weltweit vorkommt und bei etwa 99% aller in Deutschland diagnostizierten HIV-Infektionen nachgewiesen wird, und HIV-2, der hauptsächlich in Westafrika verbreitet ist. HIV-1 kommt in den Subtypen M, N, O und P vor, wovon M weltweit am häufigsten ist; der Subtyp M wird weiter unterteilt in die Untergruppen A–J. In Westeuropa und den USA überwiegt der Typ HIV-1B, in Afrika sind HIV-1A, -C und -D am häufigsten. Die verschiedenen HIV-Varianten kommen darüber hinaus auch
in Mischformen vor. Mehrfachinfektionen mit verschiedenen Subtypen bzw. Virusvarianten sind möglich; sie kommen vor allem in der akuten Phase der Infektion vor. Trotz genetischer Unterschiede wirken sich HIV-1 und HIV-2 weitgehend gleich aus; allerdings verläuft die unbehandelte Krankheit bei HIV-2-Infizierten in der Regel langsamer und weniger aggressiv.

Epidemiologie
Weltweit haben sich nach Schätzungen von UNAIDS im Jahr 2015 etwa 2,1 Millionen Menschen mit HIV infiziert, über die Hälfte davon Frauen; Hauptübertragungsweg war der heterosexuelle Geschlechtsverkehr ohne Kondom/Femidom. Um die 37 Millionen Menschen lebten Ende 2015 mit dem Virus, etwa 1,1 Millionen starben 2015 an den Folgen der Erkrankung.
In Deutschland haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (unter Berücksichtigung noch nicht gemeldeter bzw. noch nicht diagnostizierter Infektionen) im Jahr 2015 ca. 3.200 Menschen mit HIV infiziert (Inzidenz/Neuinfektionen). Etwa 69 % dieser Infektionen gingen auf sexuelle Kontakte unter MSM zurück, 23 % auf heterosexuelle Kontakte, 8 % auf intravenösen Drogengebrauch und weniger als 1 % auf Übertragungen in der Schwangerschaft, unter der Geburt oder beim Stillen.
Anders als bei den geschätzten Neuinfektionen werden bei den gemeldeten Neudiagnosen auch bestätigte positive HIV-Tests bei Migrant_innen aus Hochprävalenzländern berücksichtigt, die sich meist im Heimatland infiziert haben. Im Jahr 2015 zählte das RKI insgesamt 3.674 Neudiagnosen; 62 % davon entfielen auf Sex unter Männern, 32 % auf den heterosexuellen Übertragungsweg (davon 2/3 auf Frauen und 55 % auf Menschen aus Ländern Subsahara-Afrikas) und 5 % auf intravenösen Drogengebrauch. Auf eine Übertragung
von der Mutter auf ihr Kind gingen 25 Neudiagnosen zurück, auf die Transfusion von Blutprodukten keine.
Insgesamt lebten Ende 2015 in Deutschland ca. 84.600 Menschen mit HIV, darunter schätzungsweise 13.000 mit noch nicht diagnostizierter Infektion. Das RKI schätzt, dass im Jahr 2015 fast 72 % aller Menschen mit HIV und 84 % aller bereits diagnostizierten Menschen mit HIV eine antiretrovirale Therapie erhielten.
Detailierte aktuelle Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern: Zahlen & Fakten

Meldepflicht
HIV wird nichtnamentlich vom Labor bzw. dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Um Doppelmeldungen auszuschließen, wird der Name des oder der Gemeldeten verschlüsselt, ohne dass eine Rückverfolgung möglich wäre.

Übertragung
In hoher Konzentration liegt HIV u. a. in Sekreten der rektalen Schleimhaut, in Blut, Sperma, Vaginalsekret und Eiter von HIV-Infizierten ohne ausreichende Unterdrückung der Virusvermehrung vor, und zwar sowohl in Form von "freiem" Virus als auch von infizierten Zellen. Gelangen diese Flüssigkeiten in den Körper eines anderen Menschen (z. B. durch Aufnahme von Sperma in die Vagina oder ins Rektum), ist eine HIV-Infektion möglich (bei Aufnahme in den Mund ist dieses Risiko aber gering). In anderen Körperflüssigkeiten wie Tränen, Speichel oder Urin ist HIV in deutlich niedrigeren Konzentrationen vorhanden, sodass bisher keine Übertragungen über diesen Weg beschrieben worden sind.
Eine HIV-Übertragung ist auch möglich, ohne dass Körperflüssigkeiten aufgenommen werden, und zwar durch Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt (z. B.über den Flüssigkeitsfilm zwischen Vaginal- oder Rektalschleimhaut und Schleimhaut der inneren Vorhaut): In der Schleimhaut befinden sich CD4-Zellen, die zu den Zielzellen von HIV gehören, und sog. Langerhans-Zellen, die HIV auch direkt aufnehmen und z. B. an CD4-Zellen weitergeben können. Beide Zellarten können sowohl in die Schleimhaut einwandern (und dort HIV aufnehmen) als auch wieder aus der Schleimhaut herauswandern und über den Weg Lymphbahnen - Lymphknoten - Blutsystem eine systemische Infektion hervorrufen.
Insgesamt ist das statistische Übertragungsrisiko im Vergleich zu anderen STIs eher gering: Während etwa 50 % der Sexualkontakte mit Gonorrhö-Infizierten und 30 % der Sexualkontakte mit Syphilis-Infizierten zu einer Infektion führen, kommt es im Durchschnitt bei weniger als 1 % der Sexualkontakte mit (unbehandelten) HIV-Infizierten zu einer Ansteckung. Durch ungünstige Faktoren kann allerdings aus diesem statistisch niedrigen Risiko ein hohes Risiko werden, etwa bei hoher Viruslast in der akuten Phase der Infektion, einer Syphilis bei einem oder einer der Partner_innen oder bei einer rektalen Chlamydien- oder Gonokokken-Infektion (Gonorrhö) bei der HIVnegativen Person und aufnehmendem Analverkehr.

Risiko
HIV wird durch den Austausch von Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch übertragen. Am häufigsten ist die Ansteckung beim Sex ohne Kondom.
Das individuelle Infektionsrisiko hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab und kann auch von Sexualkontakt zu Sexualkontakt höchst unterschiedlich sein.

Analverkehr (egal ob zwischen Mann + Frau oder Mann + Mann)
Risiko: sehr hohes Risiko
Schutz: Kondome und extra Gleitmittel
Info: Analverkehr ohne Kondom ist die Sexpraktik mit dem höchsten Risiko für eine HIV-Übertragung: Zum einen ist die Schleimhaut des Enddarms sehr empfindlich, und beim Sex kann es leicht zu kleinen Verletzungen kommen. Zum anderen ist die Darmschleimhaut darauf spezialisiert, Flüssigkeiten aufzunehmen (um den Stuhl einzudicken). Und nicht zuletzt ist der Darm das größte immunologische Organ des
Körpers: In der Darmschleimhaut liegen viele Immunzellen vor, die Zielzellen von HIV sind, d. h. leicht infiziert werden können bzw. nach einer Infektion neue Viren produzieren – bei unbehandelten HIV-Positiven enthält der Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut daher HIV in erhöhter Konzentration. Das Ansteckungsrisiko ist bei aufnehmendem Analverkehr ca. zwei- bis dreimal so hoch wie bei eindringendem Analverkehr.

Vaginalverkehr
Risiko: hohes Risiko
Schutz: Kondome oder Femidome (Kondom für die Frau)
Info: Vaginalverkehr ohne Kondom/Femidom ist die Sexpraktik mit dem zweithöchsten Risiko für eine HIV-Übertragung. Das Risiko für die Frau ist dabei höher als für den Mann: Die Schleimhaut in der Vagina ist größer als die Schleimhaut am Penis (bei beschnittenen Männern ist diese Fläche nochmals reduziert); außerdem bleibt aufgenommenes Sperma länger in der Vagina als Vaginalsekret auf dem Penis. Man nimmt an, dass während der Menstruation das Risiko für den Mann erhöht ist. Ob und ggf. in welcher Phase das Risiko für die Frau erhöht ist, ist umstritten; für eine erhöhte Empfindlichkeit in der zweiten Zyklushälfte spricht, dass dann die Schleimhaut progesteronbedingt weicher und ggf. durchlässiger ist. Der empfindlichste Bereich innerhalb der Scheide ist wahrscheinlich der Gebärmutterhals, wo das festere Epithel der Scheidenwand in das dünne Epithel der Gebärmutter übergeht.

Oralverkehr (egal ob zwischen Mann + Frau, Mann + Mann oder Frau + Frau)
Risiko: sehr geringes Risiko, bei Aufnahme von Sperma/Menstruationsblut
Schutz: Kondome oder Lecktücher bzw. kein "Lecken", wenn die Frau ihre Tage hat, kein Sperma aufnehmen.
Info: Oralverkehr (Fellatio/Cunnilingus) ohne Kondom ist im Vergleich zu Vaginal- oder Analverkehr ohne Kondom/Femidom risikoarm: Die Schleimhaut des Mundes ist stabiler und widerstandsfähiger als die Schleimhäute des Enddarms oder der Scheide. Zudem verdünnt der Speichel virushaltige Flüssigkeiten (z. B. Vaginalsekret). Oralverkehr ohne Ejakulation in den Mund ist "Safer Sex". Das HIV-Risiko für die aufnehmende Person steigt, wenn Sperma oder Menstruationsblut in ihren Mund gelangt, ist aber auch dann sehr gering. Erhöht ist dieses Risiko, wenn ausgeprägte Entzündungen oder ausgeprägte Verletzungen im oder am Mund vorliegen, z. B. eine akute Zahnfleischentzündung oder Herpesbläschen/-geschwüre. Sich oral befriedigen zu lassen, birgt ein vernachlässigbar geringes Risiko.

Bei ungeschütztem Sex wird das HIV-Übertragungsrisiko durch zahlreiche Umstände beeinflusst; die wichtigsten sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

> Höhe der Viruslast/HIV-Konzentration:
Je höher die HIV-Konzentration im Blut und in den genitalen Sekreten ist, desto größer ist die Infektiosität; am höchsten ist sie bei einer frischen Infektion und bei schwerer Schädigung des Immunsystems (siehe unter
"Verlauf"). In der akuten Phase der Infektion ist ein Mensch mit HIV statistisch gesehen etwa 10- bis 100-fach infektiöser als in der chronisch-asymptomatischen Phase; bei fortgeschrittener unbehandelter Krankheit steigt der Wert wieder auf das 15- bis 20-fache an. Deutlich erhöht sein kann die Viruslast im Blut bei unbehandelten oder unzureichend behandelten HIV-Infizierten auch bei Infektionen wie z. B. einer Grippe und nach Impfungen, bei antiretroviral behandelten HIVInfizierten in einer "Therapiepause" und bei Therapieversagen. Bei einer Entzündung in den Genital- oder Rektalschleimhäuten (z. B. aufgrund einer Syphilis- oder Herpes-Infektion) steigt bei nicht behandelten Menschen mit HIV die Viruslast in der Schleimhaut und im Sekret.

> Anzahl der Sexualkontakte und der Sexualpartner/innen:
Statistische Risiken häufen sich mit der Zahl der Risikosituationen an: Hat man nur einmal in seinem Leben ungeschützten Sex mit einer möglicherweise infizierten Person, ist das Risiko, sich dabei mit HIV zu infizieren, deutlich geringer, als wenn man häufig ungeschützten Sex mit wechselnden Partner_innen hat ("kumulatives Risiko").

> Menge der aufgenommenen HIV-haltigen Sekrete:
Bei geringer Menge ist das HIV-Übertragungsrisiko niedriger.

> Dauer und Intensität des Sexualakts:
Je länger der Geschlechtsverkehr dauert und je "heftiger" er ist, desto länger und intensiver sind die Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakte und desto höher ist das Risiko für Verletzungen - und damit das Risiko einer HIV-Übertragung.

> Dauer des Kontakts mit virushaltigen Sekreten:
Je länger infektiöse Flüssigkeiten auf Schleimhäuten oder geschädigter Haut verweilen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Deswegen wird z. B. nach Aufnahme von Ejakulat in den Mund empfohlen, das Sperma auszuspucken und den Mund auszuspülen.

> Verletzungen der Schleimhaut und der Haut, z. B. durch STIs, Entzündungen, Geschwüre usw.:
Solche Verletzungen machen die Haut-/Schleimhautbarriere für HIV durchlässiger und erhöhen so das Risiko für eine HIV-Übertragung um ein Mehrfaches (je nach Ausmaß des Defekts etwa um den Faktor 2-8).

> Beschneidungsstatus:
Beschnittene Männer haben beim Vaginalverkehr mit einer HIV-positiven Frau ein um ca. 60% geringeres Risiko, sich mit HIV zu infizieren, als unbeschnittene Männer.

> genetische Disposition des/der HIV-negativen Sexualpartner/in:
Einige Menschen sind aufgrund ihrer genetischen Ausstattung besser vor einer Ansteckung mit HIV geschützt als andere (z. B. infolge einer anderen Ausprägung von Korezeptoren, die HIV braucht, um Zellen zu infizieren).

Weitere Risiken:

von der Mutter auf das Kind (während Schwangerschaft, Geburt oder beim Stillen)
Risiko: Risiko
Schutz: Geburt unter geschützten Rahmenbedingungen (Kaiserschnitt, Medikamente, ...); Ersatznahrung
Info: Das Risiko, dass HIV-positive Frauen das Virus während der Schwangerschaft,
unter der Geburt und beim Stillen an ihre Kinder weitergeben, liegt ohne vorbeugende Maßnahmen bei etwa 20 %. Dieses Risiko kann durch die gezielte Einnahme von antiretroviralen Medikamenten in der Schwangerschaft, durch einen geplanten Kaiserschnitt vor Eintritt der Wehen, durch den Verzicht aufs Stillen und durch eine vorsorgliche vierwöchige antiretrovirale Behandlung des Neugeborenen auf unter 1 % gesenkt werden. Wenn bei der Schwangeren die Viruslast durch die Therapie sicher unter der Nachweisgrenze liegt, kann bei optimaler medizinischer Versorgung zugunsten einer natürlichen Geburt auf den Kaiserschnitt verzichtet werden. In Ländern ohne sauberes Wasser zur Herstellung künstlicher Babynahrung wird bei erfolgreicher Therapie der Mutter auch gestillt. Allerdings treten HIVMedikamente in die Muttermilch über – hierzulande wird daher in der Regel zum Stillverzicht geraten.

gemeinsames Benutzen von Spritzbestecken bei Drogengebraucher/innen
Risiko: sehr hohes Risiko
Schutz: Safer Use - jeder benutzt sein eigenes Spritzbesteck

Kein Risiko
Keine Gefahr besteht beim Austausch aller anderen Körperflüssigkeiten, z.B bei:

Akupunktur, Bluttransfusion und Organspende
Händeschütteln, Küssen (egal ob zwischen Mann + Frau, Mann + Mann oder Frau + Frau)
Gemeinschaftsdusche, Rasieren
Anhusten oder Anniesen, Mückenstiche

Auch bei der gemeinsamen Benutzung von Geschirr, Besteck, Toilette, Handtüchern, Kleidung usw., beim Umarmen und sozialen Kontakten zu HIV-Positiven und Aidskranken und bei vielen anderen Tätigkeiten des täglichen Lebens besteht kein Risiko in Bezug auf Ansteckung mit HIV.

Der beste Schutz ist Safer Sex - also Sex mit Kondom, so dass kein Blut oder Sperma oder Scheidenflüssigkeit ausgetauscht werden kann. Und Safer Use: Drogengebraucher sollten nur eigenes Spritzbesteck und Zubehör verwenden. Weitere Möglichkeiten des Schutzes vor einer HIV-Infektion siehe Schutz.

Sollte es unabsichtlich oder aus Nachlässigkeit doch zu einer möglichen Infektion gekommen sein, besteht die Möglichkeit einer Postexpositionsprophylaxe (siehe PEP). Diese wird aber nur bei nachweislich tatsächlichen Risiken angewandt.

Inkubationszeit
Etwa sechs Tage bis sechs Wochen nach der Infektion (meist nach zwei bis drei Wochen) kommt es in der Mehrzahl der Fälle zu unspezifischen Krankheitszeichen. Danach verläuft die Erkrankung über Monate bis Jahre symptomarm oder symptomfrei, bis schließlich aidsdefinierende Symptome auftreten (siehe Verlauf).

Diagnose
Man kann keinem Menschen ansehen, ob er HIV-infiziert oder an Aids erkrankt ist. Die HIV-Infektion kann nur durch direkte Tests (Suche nach Viren oder Virusbestandteilen) oder indirekte Tests (Suche nach Zeichen für die Immunreaktion des Körpers, z. B. nach Antikörpern) nachgewiesen werden (siehe Test).

Es gibt inzwischen viele mehr oder weniger gute Medikamente, die den Ausbruch von Aids hinauszögern und sogar verhindern und damit das Leben verlängern können. Diese Medikamente können zum Teil stark lebenseinschränkende Nebenwirkungen haben. Zudem ist das HI-Virus äußerst anpassungsfähig und bildet schnell Resistenzen gegen die Medikamente aus. Weitere Infos siehe Therapie.

Die Informationen dieser Seite entstammen zum großen Teil der Broschüre "sexuell übertragbare infektionen 2017" der Deutschen AIDS-Hilfe.

Nähere Informationen können bei einem direkten Beratungsgespräch in Erfahrung gebracht werden. Informationen zur aktuellen Statistik des Robert Koch Institutes gibt es unter Zahlen & Fakten.

 

 

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