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EBV-Infektion
Kissing disease, infektiöse Mononukleose, Pfeiffersches Drüsenfieber

Auf dieser Seite:
Erreger
Epidemiologie
Meldepflicht
Übertragung
Inkubationszeit
Symptome / Verlauf / Auswirkungen
Diagnose
Therapie

Das Wichtigste in Kürze:
Die EBV-Infektion ist eine weit verbreitete Virusinfektion; da sie v. a. über Küssen und Husten/Niesen übertragen wird, gehört sie nicht zu den sexuellübertragbaren Infektionen im engeren Sinne.
Die Infektion verläuft in der Regel ohne Komplikationen und tritt dann in eine Ruhephase, kann aber bei Menschen mit geschwächtem oder unterdrücktem Immunsystem (z. B. bei unbehandelter HIV-Infektion oder nach Organtransplantation) reaktiviert werden.

Erreger:
Das Epstein-Barr-Virus (aus der Familie der Herpes-Viren) befällt vor allem B-Lymphozyten.

Epidemiologie:
Die Krankheit tritt vor allem bei älteren Kindern und jüngeren Erwachsenen auf; ab dem 40. Lebensjahr sind nahezu 100 % der Bevölkerung mit EBV infiziert.

Meldepflicht:
nein

Übertragung:
EBV wird vor allem durch Küssen und durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) übertragen.

Inkubationszeit:
10-50 Tage

Symptome / Verlauf / Auswirkungen:
In den meisten Fällen handelt es sich um eine harmlose Erkrankung. Typische Symptome sind Fieber und Lymphknotenschwellungen ("Drüsenfieber"), Halsschmerzen, Milz- oder Leberschwellung, manchmal Haut aus schlag. Auch ein unangenehmer, fauliger Mundgeruch kann auftreten. Das Virus verbleibt lebenslang im Körper und kann, ähnlich wie Herpes, immer wieder reaktiviert werden (z. B. bei Immunschwäche, Chemotherapie, Transplantation).

Info im Zusammenhang mit HIV/Aids: Bei Menschen mit unbehandelter HIV-Infektion (vor allem bei HIVpositiven Kindern) kann es zu schwereren Verläufen kommen. Außerdem treten bei Menschen mit HIV häufiger bösartige Lymphome auf (von Lymphozyten ausgehende Krebserkrankungen), die mit EBV oder anderen sog. onkogenen Viren assoziiert sind.

Diagnose:
Möglich ist der Nachweis von Antikörpern und/oder von Viren (mittels PCR).

Therapie:
Eine spezielle Therapie gibt es nicht, empfohlen werden Schonung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr; bei hohem Fieber können fiebersenkende Mittel gegeben werden.

Diese Informationen stammen aus der Broschüre "sexuell übertragbare infektionen 2017" der Deutschen AIDS-Hilfe.

 

 

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