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Über uns: Vereinsgeschichte

Verein . Geschichte . Vorstand . Mitarbeiter . Mitgliedschaft
: Rostocker Aidshilfegeschichte vor 2002 :

Die Geschichte der Aidshilfe in Rostock beginnt bereits vor der Gründung dieses Vereines.

Das Centrum für sexuelle Gesundheit wurde im Oktober 2001 von Mitarbeiter*innen und Unterstützer*innen der AIDS-Hilfe im rat + tat e.V. als AIDS Centrum Rostock e.V. gegründet. Dieser Schritt wurde notwendig, da dieses Projekt in dem Verein nicht weiter geführt werden konnte. Um aber die HIV-positiven und Aidskranken Klient*innen nicht auf der Straße stehen zu lassen, musste ein neuer Verein her, der diese Aufgaben übernahm - der AIDS-Hilfe Rostock e.V. Nach einem Vorstands- und anschließend einem Beschluss der Mitgliederversammlung wurde die Gründung des neuen Vereines in die Wege geleitet. Ursprünglich sollte diese AIDS-Hilfe an rat + tat angegliedert sein. Schließlich wurde aber der Entschluss gefasst, dass eine räumliche und inhaltliche Trennung vollzogen werden muss. Das stieß nicht überall auf Zustimmung. Es gab einen neuen Vorstand bei rat + tat, der bei einer Trennung von Aidshilfe und schwul-lesbischem Verein einen Imageverlust befürchtete. Und so gründete eines der neuen Vorstandsmitglieder mit ein paar Freunden den AIDS-Hilfe Rostock e.V., mit sich selbst als Präsidenten. Der eigentliche Grund war aber nicht das Interesse an den Betroffenen, sondern nur der Name, der somit vergeben war. Aber im Interesse vieler Klient*innen, da einigen die Hemmschwelle zu groß war, als heterosexueller Positiver in einen schwul-lesbischen Verein zur Beratung zu kommen, ließen sich diejenigen, die zuvor vom alten Vorstand mit der Neugründung beauftragt wurden, nicht unterkriegen und gründeten schließlich den AIDS Centrum Rostock e.V.

Ab Februar 2002 nahm die Aids-Beratungsstelle des Centrums in der Grubenstraße seine Arbeit auf. Zunächste ehrenamtlich. Alle bisherigen Klient*innen wurden übernommen. Mit Unterstützung von Dr. Harald Lochotzke konnten wir schnell ein schönes und modernes Büro beziehen. Von der Domäne Einrichtungs GmbH erhielten wir erste Möbel. Das waren dann aber auch schon die einzigen Förderer, die uns zunächst unterstützten. Viel mehr sind es allerdings bis heute nicht geworden.

Im Jahr 2003 wurden wir in unserer Arbeit durch einen Zivildienstleistenden unterstützt. Robert Grosser war unser erster und bisher einziger Zivi. Außerdem haben wir unser Logo überarbeitet.

Im März 2005 ist der Verein in die Hermannstr. 34a umgezogen. Die neuen Räume im zweiten Obergeschoss eigneten sich noch viel besser für die Aufgaben der Beratungsstelle als die des alten Büros. So hatten wir nun einen großen Seminarraum und einen separaten Beratungsraum.

 

Höhepunkte des Jahres 2006 waren unser Infostand beim Rosenstolz-Konzert, die Konrad-Lutz-Ausstellung in unseren Räumen, der Besuch des Vorstandes der Deutschen AIDS-Hilfe und schließlich die Mitgliederversammlung der DAH in Rostock.

Das Jahr 2007 stand unter dem Motto "5 Jahre AIDS Centrum Rostock e.V.". Auch wenn der Verein bereits im Oktober 2001 gegründet wurde, begehen wir unser 5-jähriges Bestehen 2007. Denn der offizielle Arbeitsbeginn der Aidsberatungsstelle war im März 2002. Pünklich zu unserer Geburtstagsfeier am 28. März sind wir wieder umgezogen. Unser Vermieter hatte nämlich das Problem, dass er das Haus, in dem wir unsere Beratungsstelle hatten, nicht vermietet bekam. Und zwar unseretwegen. Niemand wollte mit uns zusammenziehen. Nun ergab sich aber für unseren Vermieter die Möglichkeit, das komplette Haus zu vermieten. Deshalb sind wir innerhalb von drei Tagen in die Goethestraße 20, in unsere bisher schönsten Räume, gezogen. Unser Vermieter, Dr. Harald Lochotzke, hat uns dabei finanziell und logistisch unterstützt.
Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres war das Rostocker Symposium zum Welt-Aids-Tag in der Ärztekammer M-V.
Anfang des Jahres 2007 begannen wir mit einem regelmäßigen Gruppenchat-Angebot in Zusammenarbeit mit dem KISS e.V. aus Schwerin.

Seit Oktober 2008 beteiligen wir uns an der bundesweiten Telefonberatung der regionalen Aidshilfen unter dem Dach der Deutschen AIDS-Hilfe. Jede Woche übernehmen wir ein zweistündiges Zeitfenster unter der einheitlichen Rufnummer 0180 33 19411.

Das AIDS Centrum entwickelt sich immer weiter. Ein noch größerer Bestandteil neben der Beratung und Betreuung muss die Prävention sein. Denn immer noch infizieren sich auch in Deutschland Menschen. Immer noch unterschätzen und ignorieren offensichtlich viele Menschen die Gefahr, die von Aids ausgeht. Und viele haben keine Ahnung von Infektions- und Schutzmöglichkeiten. Hier ist unsere Arbeit gefragt und wichtig. Aus diesem Grund haben wir unsere Prioritäten Anfang des Jahres 2009 geändert und sehen inzwischen neben der Beratung die Prävention als Hauptaufgabe an.

Aidshilfen müssen sich für die Zukunft wappnen. Das tun auch wir. Im siebten Jahr des Bestehens des AIDS Centrums haben wir uns einen neuen Untertitel gegeben: Centrum für sexuelle Gesundheit. Das bedeutet, dass wir neben HIV- und STI-Beratung auch eine professionelle Sexualberatung anbieten. Und unser Präventionsspektrum haben wir von reiner HIV-Prävention auf Sexualerziehung erweitert. Und wir bieten offensiv Weiterbildungsveranstaltungen an.

Um die neuen Aufgaben, die in Zukunft auf unseren Verein zukommen auch nach Außen zu verdeutlichen, haben wir beschlossen, uns einen neuen Namen zu geben: ACR: Centrum für sexuelle Gesundheit e.V. Rostock. Und dazu gibt es dann auch gleich noch ein neues Logo. Das wurde auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2009 so beschossen.
"Sexuelle Gesundheit" auch deshalb, weil unsere Hauptaufgabe ist, Krankheiten zu verhindern und Gesunderhaltung zu fördern. Das soll sich im Namen widerspiegeln. Im Dezember 2009 wurde die Namensumbenennung durch das Amtsgericht bestätigt.

Wichtigstes Projekt ist und bleibt aber nach wie vor die Aidshilfe. Im Frühjahr 2010 wurde das neue Logo noch einmal modifieziert und dem neuen Logo der Deutschen AIDS-Hilfe angepasst. Gegen Ende 2010 fiel dann auch das ACR weg und wurde im Logo durch CSG ersetzt.

Im Januar 2011 ist als neues Angebot der HIV-Schnelltest hinzugekommen. Dazu haben wir unseren Beratungsraum in einen Beratungs- und Testraum umgewandelt, um den Test auch nach hygienischen Vorgaben anbieten zu können. Im September sind wir dazu übergegangen neben dem Schnelltest weitere kostenpflichtige Angebote anzubieten bzw. für bisher kostenlose Diensleistungen Aufwandsentschädigungen zu verlangen. Das alles vor dem Hintergrund eines steigenden Eigenanteils, der kaum noch aufzubringen ist.

Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen unseres zehnjährigen Bestehens. Der erste Höhepunkt in unserem Jubiläumsjahr war der traditionelle Tag der offenen Tür, den wir mit vielen Gästen begangen haben. An diesem Tag präsentierten wir unser allererstes Druckerzeugnis - unsere Jubiläumsbroschüre.
Neben unserer Selbsthilfegruppe +Pol haben wir den "Treffpositiv", einen offenen Treff für HIV-Infizierte, Aidskranke und deren Angehörige ins Leben gerufen.

Ende 2014 sind wir erneut umgezogen in sehr kleine aber schöne Räume ind er Wokrenter Straße 28. Und seit Ende haben wir wieder eine Frau im Vorstand: Christin Schwarz.

2015 ist das Jahr unserer bisher größten Veränderungen. Zum Jahreswechsel haben wir unseen Außenauftritt komplett geändert - wir sind jetzt "blau". Außerdem haben wir eine Außenstelle in Neubrandenburg eröffnet. Die dortige Aidshilfe wurde nur bis Ende 2014 gefördert und wir wurden angefragt, ob wir die Aidshilfe-Angebote übernehmen würden. Wir haben übernommen. Vorerst einmal wöchentlich bieten wir vor Ort in neubrandenburg Beraung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen an. Außerdem begleiten wir Menschen mit HIV/Aids und ihre Zugehörigen und natürlich leisten wir Präventionsarbeit im ganzen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Im März gab es zudem eine personelle Veränderung. Unsere Marianne hat sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Neu im Team ist dafür jetzt Robert Holz, der vorrangig die Beratungszeit in Neubrandenburg abdecken wird und die Migrations- und Haftarbeit ausbauen möchte.

 

 

© Centrum für Sexuelle Gesundheit Rostock 2015